Offensive Gesund Pflegen | Aktivitäten

Das regionale Netzwerk Sachsen-Anhalt der Offensive Gesund Pflegen wurde am 19.11.2013 in Magdeburg gegründet. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit entstehen wichtige Grundlagen für eine gesunde Pflege.

Die Informationen können auf diese Weise einem breiten Nutzerkreis, z.B. Trägerorganisationen, Einrichtungen der Pflege, Entscheidungsträgern und Pflegekräften zur Verfügung gestellt werden.

Berichte

 

Treffen des Netzwerkes Offensive Gesund Pflegen in Sachsen-Anhalt | 19.09.2019 in Halle
Nach der Begrüßung durch die Vertreterin des Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt als Gastgeberin , Frau Sylvia Suhr, leitete Herr Ralph Angerstein, Geschäftsführer der IZAG gGmbH, die Träger der INQA-Netzwerke in Sachsen-Anhalt ist, über zum Thema des Treffens „Was bedeuten die Empfehlungen und Vorschläge der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) für die tägliche Arbeit und die Sicherung des Fachkräfte-bedarfs“ über und begrüßte die aus Berlin angereisten vortragenden Gäste vom BMG und von der BDA. Die Moderation übernahm danach Herr Dr. Peter Schneider.

Frau Carola Reitberger von der Geschäftsstelle der KAP beim BMG betonte in ihren Ausführungen, dass die Arbeit der Geschäftsstelle auch nach Vorliegen des Abschlussberichtes nicht endet, geht es doch darum, die mit allen beteiligten Partnern vereinbarten Ziele und Empfehlungen nunmehr auch umzusetzen und diese Umsetzung kontrollierend zu begleiten. Sie berichtete, wie in den fünf Arbeitsgruppen miteinander um beste und einvernehmliche Lösungen gerungen wurde, die sich nun u.a. in den 18 geplanten bzw. in Umsetzung befindlichen Gesetze des BMG wiederfinden.

Herr Dominik Naumann, der als Vertreter der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) in der Arbeitsgruppe 2 „Personalmanagement Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung“ sowie der AG 3 „Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung“ mit gearbeitet hat sowie teilweise auch an der Arbeit der AG 4 „Pflegekräfte aus dem Ausland“ und der AG 5 „Entlohnungsbedingungen in der (Alten-)Pflege“ beteiligt war, ging in seinen Ausführungen auf die Ergebnisse der Arbeitsgruppen ein und bewertete dieselben aus Sicht der BDA.

Herr Henry Rafler, Pflegedirektor des Klinikums Bergmannstrost in Halle, unterstrich in seinem Beitrag, dass seitens der Krankenhäuser aber auch in den Pflegeeinrichtungen viele Aktivitäten zum Verbeiben des Personals und zur Gewinnung neuer Pflegekräfte geleistet wird. Er begrüßte die eingeleiteten Maßnahmen. Die Einbeziehung von Leiharbeitern, die im Papier der KAP als eine mögliche Maßnahme genannt wird, ist oftmals unumgänglich, kann jedoch zu Konflikten mit der Belegschaft führen.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich an; in der als Vertreter der Agentur für Arbeit Halle, Herr Kristian Strecker, auf die Problematik der „Rückholung“ von ausgeschiedenen und teilweise nunmehr arbeitslosen Pflegekräften als eine Möglichkeit zur Fachkräftesicherung einging – statistisches Material gibt er im Nachtrag zum Protokoll.

In seinen Ausführungen zu den Ergebnissen der AG 5 unterstrich Herr Naumann, dass es insbesondere zu der vom BMAS angestrebten Allgemeinverbindlichkeitserklärung eines bundesweiten Tarifvertrages sehr unterschiedliche Auffassungen gegeben hat und noch gibt; die BDA lehnt eine solche Regelung ab. Herr Dr. Jörg Biastoch, Geschäftsführer der HUMANAS – Gruppe, betonte, dass er und auch der Verband Deutscher Alten- und Behindertenpflege (VDAB), dessen Landesvorsitzender er ist, eine solche Regelung ablehnt; das Arbeitnehmer-Entsendegesetz sowie die Festlegung von Lohnuntergrenzen sind ausreichend.

Die Integration internationaler Fachkräfte in die Alten- und Krankenpflege sind in der AG 4 der KAP als ein Weg zur Sicherung des Fachkräftebedarfs von allen Akteuren unterstützt worden; die noch vorhandenen bürokratischen Hürden, insbesondere bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen müssen abgebaut werden. Das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz ist ein wichtiger Schritt. Voraussetzung für den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte in der Pflege bleibt das Beherrschen der deutschen Sprache. Über die Probleme der Integration dieser Menschen berichtete Frau Dr. Agnieszka Satola, die an der HS Fulda an einem Modellprojekt zu diesem Thema forscht. Sie betonte das Erfordernis, nicht nur im beruflichen Leben sondern auch im privaten, persönlichen Bereich muss die Integration erfolgen, damit sich die ausländischen Fachkräfte auch willkommen und einbezogen fühlen.

Abschließend bewertete Frau Heike Kiesche von der AOK Sachsen-Anhalt aus Sicht einer Pflegekasse die im Abschlusspapier der KAP Empfehlungen und Ziele als ein Weg in die richtige Richtung; sie machte aber auch darauf aufmerksam, dass deren Umsetzung viel Geld kosten wird und die Finanzierung noch offen ist.
Dr. Peter Schneider

5. Treffen des Netzwerkes Offensive Gesund Pflegen in Sachsen-Anhalt
Am 17.08.2017 fand das 5. Treffen interessierter Partner des Netzwerkes „Offensive Gesund Pflegen“ für Sachsen-Anhalt in Halle statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Geschäftsführer der IZAG gGmbH berichtete Dr. Peter Schneider über die Beratung der bundesweiten Offensive Gesund Pflegen am 12. Und 13.Juni 2017 in Berlin. In dieser Beratung ging es vorrangig um das Verhältnis von Pflegkraft zu Patienten und die Anwendung von Personalbemessungsgrößen – ein Thema, welches auch für die Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung sehr wichtig ist.

Das Programm war dicht, jedoch wurden lebhafte Gespräche geführt. Die Programmteile im Überblick (Verlinkt sind die verfügbaren Vorträge):

Eine nächste Veranstaltung ist für November/Dezember zur Personalsituation in den Pflegeeinrichtungen und zur Anwendung von Personaluntergrenzen, wie sie der Gesetzgeber vorsieht, geplant. Das nächste Treffen der bundesweiten Offensive Gesund Pflegen findet am 6. und 7.11.17 in Berlin zum Thema Pflegeberufsgesetz und Beauftragung Gutachten Pflegebemessung statt.

Dr. Peter Schneider

3. Treffen des Netzwerkes Offensive Gesund Pflegen in Sachsen-Anhalt
Arbeitstreffen OGP in Barleben März 2016Am 14.03.2016 fand die 3. Zusammenkunft interessierter Partner des Netzwerkes „Offensive Gesund Pflegen“ für Sachsen-Anhalt in Barleben statt.

Die anwesenden Teilnehmer aus Pflegeeinrichtungen und beteiligten Institutionen diskutierten nach grundsätzlichen Ausführungen von Herrn Overhage vom BMAS über Ziele und Aufgaben der INQA-Netzwerke insbesondere im Hinblick auf die der demografischen Entwicklung geschuldeten Problematik der Absicherung des Fachkräftebedarfs darüber, wie das sachsen-anhaltinische Netzwerk als Plattform des Erfahrungsaustausches und der Wissensvermittlung gestaltet werden sollte.

Einvernehmlich wurde eine Vernetzung der Bedarfs- und Kostenträger befürwortet und angeregt, dass insbesondere gute Praxisbeispiele aus den Pflegeinrichtungen in zweimaligen Netzwerktreffen pro Jahr vorgestellt sowie neue Erkenntnisse und Erfahrungen vermittelt werden sollten.

Für ein nächstes Treffen wurde angeregt, gute Praxisbeispiele des neuen vereinfachten Informations- und Dokumentationssystem und Erfahrungen in der Umstellung vorzustellen und in einem zweiten Komplex die vorgesehenen Veränderungen in der Ausbildung und dabei besonder die generalisierte Ausbildung zur Pflegefachkraft zu diskutieren.

Die nächste Veranstaltung ist für Mitte Mai vorgesehen.
Dr. Peter Schneider

1. Jahrestagung 2016 der Offensive Gesund Pflegen
Am 21. Und 22. März fand in den Räumen der Unfallkrankenkasse Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf die 1. Jahrestagung der Offensive Gesund Pflegen statt, die unter dem Thema „Gewalt und Aggression gegen Pflegende – (k)ein schwieriges Thema“ stand.

Eingangs berichtete Martin Schieron von der UK NRW über steigende Zahlen der physischen und verbalen Gewalt gegenüber dem Pflegepersonal. In weiteren Beiträgen ging es dann vorwiegend um präventive Maßnahmen u.a. durch entsprechende Pflegekonzepte sowie technische Lösungen, die von einem Vertreter der Ascom GmbH vorgestellt wurde.

Eine besondere Herausforderung für die Pflegekräfte gibt es bei der Pflege von Demenzkranken, deren Verhalten unberechenbar scheint . Die Ärztin Schönnenbeck berichtete sehr instruktiv über langjährige Erfahrungen in der Gewaltprävention in den Alten- und Pflegeheimen der Stadt Wuppertal.
Technische, organisatorische und personelle Maßnahmen müssen als Gesamtheit von den Einrichtungen zur Prävention und Verhinderung der Gewalt verstanden werden, wobei die Angehörigen der Patienten, von denen die höchste Zahl der verbalen Attacken ausgehen, einbezogen werden müssen. Das ist das Fazit der Berichte und Diskussionen.

Am 2.Tag wurden durch Herrn Overhage vom BMAS und Frau Dr. Rösler vom BAuA Informationen über die Arbeit der INQA-Netzwerke sowie über die Halbzeitkonferenz zu Arbeiten 4.0 und zum Impulspapier gegeben und über die weitere Arbeit der Offensive beraten.

Die nächste Beratung der Offensive ist für den 6. Und 7. Juni in Berlin geplant.
Dr. Peter Schneider

Projekte

 
Das INQA-Netzwerk der Offensive Gesund Pflegen beteiligt sich an Projekten bzw. führt diese durch, die sich mit der Weiterentwicklung der INQA-Instrumente im Bereich Pflege beschäftigen. Eine Liste dieser Projekte finden Sie hier:

Impulspapier „Für eine zukunftsfähige Pflegeausbildung“
Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit steht der Transfer des vorhandenen Wissens über gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen in der Pflege in die Einrichtungen vor Ort, mit dem Ziel die Gesundheit der Pflegekräfte zu erhalten und zu fördern.

In diesem Jahr wird das neue Pflegeberufegesetz erwartet. Damit einher geht eine Neuregelung der Pflegeausbildung und die Chance “gesundes Arbeiten in der Pflege” als ein zentrales Querschnittsthema in den Ausbildungs-Curricula zu verankern

Die Offensive Gesund Pflegen fasst in einem Impulspapier Impulspapier „Für eine zukunftsfähige Pflegeausbildung“ (PDF, 293 KB) zentrale Empfehlungen und Lerninhalte zusammen, welche in der reformierten Ausbildung berücksichtigt sein sollten – für eine gesunde und leistungsfähige Pflege von Beginn an.

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