Offensive Mittelstand | Aktivitäten

Das Offensive Mittelstand Netzwerk Sachsen-Anhalt ist in vielfältiger Weise aktiv, um die Zukunftsfähigkeit insbesondere der Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) in Sachsen-Anhalt sicher zu stellen und in Zusammenarbeit mit Verbänden und der Politik die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen zu bündeln.

Jahresplanung

 

Jahresplanung 2016
TerminOrtThema
JanuarBarleben
Berlin
Jahresplanung, Veröffentlichung auf Homepage
Februar-
März
Sachsen-
Anhalt
Einzelgespräche mit Netzwerk Partnern zu Unterstützungsmöglichkeiten der Netzwerk-Arbeit sowie Anforderungen und Wünsche an das Netzwerk Offensive Mittelstand,
Beteiligung Stiftungsgründung Offensive Mittelstand Karlsruhe
08.03.
BonnAG Transfer der Offensive Mittelstand
22.03.BarlebenMultiplikatorentreffen zu aktuellen Themen: Dienstleistungs-Angebote nach neuem Präventionsgesetz, Infos zur Förderung von Weiterbildung und Beratung (Landes- und Bundesprogramm), Sprache lernen im Ausland
MärzBonnTreffen der Fachgruppe Europa - Chancen zur Fachkräftesicherung
25.04.BerlinTreffen der Netzwerkverantwortlichen der Offensive Mittelstand
26.04.BerlinPlenum der Offensive Mittelstand
JuniWernigerodeNetzwerktreffen der Partner der Offensive Mittelstand Netzwerk Sachsen-Anhalt
AugustBarlebenINQA-Regionalforum
24. bis
28.08.
FinnlandArbeits- und Gesundheitsschutz in Finnland, Erfahrungsaustausch mit Unternehmen und Bildungseinrichtungen, (geförderte Weiterbildung der EU)
SeptemberMagdeburg Aufbau Poolbetreuung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz mit ca. 15 Unternehmen Region Magdeburg
Alle 2 MonateBarlebenNewsletter an regionale Netzwerk-Partner der Offensive Mittelstand
Erfahrungsberichte

 

Hauptstadtkongress 2015
4. Hauptstadtkongress der Offensive Mittelstand am
26. Oktober 2015 in Berlin zur INQA-Fachkräftewoche

 
OM Hauptstadtkongress 2015

Rund 150 Teilnehmer kamen am 26. Oktober 2015 ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zum Hauptstadtkongress der Offensive Mittelstand. Der Kongress war die zentrale Veranstaltung der Offensive Mittelstand zur Eröffnung der Fachkräftewoche der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

OM Hauptstadtkongress 2015 - Achim Sieker-BMAS

Achim Sieker, BMAS

„In dieser Woche werden rund 300 Veranstaltungen und Aktionen stattfinden“ berichtete Achim Sieker vom BMAS bei seiner Eröffnungsrede des Kongresses. „Die Initiative Neue Qualität der Arbeit wird so mit dem Thema Fachkräftesicherung viele Unternehmen erreichen und sie auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereiten.“

OM Hauptstadtkongress 2015 - Prof Dr Martin Schmauder-TU Dresden

Prof. Dr. Martin Schmauder, TU Dresden

Prof.Dr. Martin Schmauder, Arbeitswissenschaftler der TU Dresden, stellte den INQA-Check „Wissen und Kompetenz“ sowie die Potenzialanalyse „Innovation sichert Erfolg“ vor. Die Instrumente wurden in einem Projekt mit der RWTH Aachen und BC Forschung gemeinsam mit allen Partnern der Offensive Mittelstand erarbeitet. Die neuen INQA-Checks ermöglichen eine systematische Nutzung aller Wissens- und Innovationspotenziale in den Unternehmen. Wie wichtig dies für die Fachkräftesicherung ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass gerade KMU das Gros ihrer Fachkräfte unternehmensintern und durch systematische Aus- und Weiterbildung gewinnen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Erhalt des Erfahrungswissens ausscheidender Beschäftigter. Schmauder: „KMU erhalten mit den neuen INQA-Instrumenten zu den Themen Innovation sowie Wissen und Kompetenz Hilfsmittel, wie sie sich rechtzeitig und systematisch auf das Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge vorbereiten können.“ Schmauder stellte dar, wie Unternehmern die INQA-Instrumente erprobt haben und wie die Instrumente dazu beigetragen haben, dass sie die Themen Innovation sowie Wissen und Kompetenz systematisch im Betrieb integriert haben sind.

OM Hauptstadtkongress 2015 - Oleg Cernavin-Offensive Mittelstand

Oleg Cernavin, Offensive Mittelstand

Danach präsentierte Oleg Cernavin, stellvertretender Vorsitzender der „Offensive Mittelstand“ die Angebote und Aktivitäten der Offensive Mittelstand. Die Offensive Mittelstand unterstützt die KMU auf zwei Wegen: Zum einen hat sie mit den INQA-Checks Hilfen zur Selbsthilfe für KMU entwickelt.

Damit sei, so Cernavin, eine neue Generation der Hilfsmittel für KMU entstanden, die Qualitätsstandards und Praxishilfen für Unternehmen gleichermaßen sind. “Die INQA-Checks ermöglichen es,“ so Cernavin, „aktuelle Entwicklungen und Anforderungen wie den demografischen Wandel oder die Arbeit 4.0 als Chance zu nutzen.”

Zum anderen versucht die Offensive Mittelstand die Koordination der Berater der unterschiedlichen Beraterfelder zu verbessern. Hier sieht die Offensive Mittelstand ein großes Potenzial zur Verbesserung der Unterstützung der kleinen Unternehmen. Cernavin wies darauf hin: „Mit den INQA-Checks, die im Konsens aller Partner der Offensive Mittelstand entwickelt wurden, sowie die Qualifizierung und Kooperation von Beratern auf Grundlage der Checks sind bisher einzigartige Unterstützungsstrukturen geschaffen worden.“
 
In der abschließenden Podiumsdiskussion beschrieben Unternehmen und Berater, wie sie die Instrumente einsetzen und welchen Nutzen die Checks für sie konkret haben.
 

OM Hauptstadtkongress 2015 Podium

Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Achim Sieker, Werner Erlinghagen (METIS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), Prof. Dr. Martin Schmauder, Ralph Angerstein (Angerstein | Heizung Sanitär Elektro), Oleg Cernavin

Abschließend wies Cernavin auf die Aktivitäten der Offensive Mittelstand zum Thema Arbeit 4.0 hin. Dieses Thema wird die Offensive Mittelstand in den nächsten Jahren zentral beschäftigten. Dabei wird es vor allem darum gehen, den kleinen und mittleren Betrieben die Potenziale dieser Entwicklungen zugänglich zu machen. Die Offensive Mittelstand hat eine Fachgruppe Arbeit 4.0 eingerichtet, an der Forschungsprojekte unterschiedlicher Projektträger (Wirtschafts-, Forschungs- und Arbeitsministerium) mit begleitet werden.
Projekte

 
Das INQA-Netzwerk der Offensive Mittelstand ist an Projekten beteiligt bzw. führt diese durch, die sich mit der Weiterentwicklung der INQA-Instrumente beschäftigen. Eine Liste dieser Projekte finden Sie hier:

AKTIV
AKTIVAKTIVierung neuer und bestehender Partner für die intensivere Nutzung der INQA-Referenzinstrumente zur Unterstützung von KMU

Die Offensive Mittelstand und die Offensive Gutes Bauen entwickeln weitergehende Instrumente, Konzepte und Hilfen, damit die Referenzinstrumente wie der INQA-Unternehmenscheck „Guter Mittelstand“ oder CASA-bauen besser genutzt werden können. Dazu gehören

Diese Maßnahmen werden im Rahmen des Projekts AKTIV mit allen Partnern der Offensive Mittelstand und der Offensive Gutes Bauen erarbeitet (Laufzeit des Projekts: 01.03.2013 bis 29.02.2016).

Mehr Infos

INNav | Die INQA-Navigationshilfe
INNavEntwicklung einer standardisierten Handlungshilfe für KMU zur Bearbeitung erkannter Handlungsbedarfe nach Durchführung des INQA-Unternehmens­checks „Guter Mittelstand“

Der INQA-Unternehmenscheck „Guter Mittelstand“ ist die zentrale Praxishilfe der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Er hilft Unternehmen bei der Aufdeckung zukunftsrelevanter Entwicklungspotenziale sowie bei der Identifizierung störender Schwachstellen. Der Check zeigt Unternehmerinnen und Unternehmern ihren individuellen Handlungsbedarf in 11 relevanten Themenfeldern auf. Ebenso verfahren die aktuell vorliegenden oder zur Zeit in Vorbereitung befindlichen Checks zu den INQA-Themensäulen „Personalführung“ (liegt vor), „Wissen und Kompetenz” (liegt vor), Chancengleichheit und Diversity“ (in Vorbereitung) sowie „Gesundheit“ (in Vorbereitung).

Handlungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen

Nach der Bearbeitung dieser INQA-Checks gibt es für die Unternehmen in der Regel „etwas zu tun“. Es gilt, für die festgestellten Handlungsbedarfe Schwerpunkte zu setzen, Ziele zu formulieren und Maßnahmen, die das Unternehmen gezielt verbessern zeitnah zu planen und Ziel führend umzusetzen. Hierbei geht es zumeist um unternehmensinterne Entwick­lungsprojekte bzw. um Prozesse der Veränderung und Verbesserung. Um kleinen und mittleren Unternehmen hierbei eine INQA entsprechende Unterstützung anbieten zu können, wird – ausgehend von dem Unternehmenscheck „Guter Mittelstand“ – im Rahmen des Projektes INQA-Navigationshilfe eine strukturierte und standardisierte sowie einfach zu handhabende Umsetzungs- bzw. Navigationshilfe erarbeitet.

Hilfe zur Selbsthilfe

Zentrales Projektziel von INNav ist es, auf Basis einer, auf die wichtigsten Schritte konzentrierten Prozessorientierung den KMU „Hilfe zur Selbsthilfe“ bei der Umsetzung der erkannten Verbesserungspotenziale zu bieten. Den Unternehmern/innen wird (Handlungs-) Orientierung geboten und sie werden „Schritt für Schritt“ bei ihrer internen Maßnahmenum­setzung unterstützt. Hierdurch wird im Besonderen sichergestellt, dass nichts Relevantes bei dem Entwicklungsprozess übersehen wird. Ausgangspunkt sind die zentralen 61 Handlungs­felder des INQA-Unternehmenschecks. Diese bilden den thematischen Kern, um einen angeleiteten Entwicklungsprozess unter Beteiligung der Mitarbeiter/innen erfolgreich in Gang und zum Ziel zu bringen.

Die INQA-Navigationshilfe wird – als Handlungs- und Umsetzungshilfe – eine detaillierte Vorgehensmethodik für die Nach-Bearbeitung der Schwerpunktthemen des Checks bereitstellen und hierbei in Layout und Gestaltung den bisherigen Checks und Referenz­instrumenten der Offensive Mittelstand entsprechen.

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